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4 Min. Lesezeit

Eine Plattform für Europas digitale Resilienz: Organisationen jetzt härten

Eine Plattform für Europas digitale Resilienz: Organisationen jetzt härten

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2025 hat es erneut verdeutlicht: Ein einfacher transatlantischer Konsens ist Geschichte. Europa steht vor der Herausforderung, seine Souveränität und Handlungsfähigkeit neu zu definieren – sowohl geopolitisch als auch im Hinblick auf die digitale Sicherheit. Dabei zeigt sich immer deutlicher, dass wir unsere Gesellschaften rasch „härten“ müssen, damit sie wehrhaft bleiben und unsere demokratischen Werte verteidigen können.


Autoren:

Arved Stackelberg, CEO at DriveLock SE
Dr. Philipp Müller, VP Public Sector at DriveLock SE

Wir stehen also vor der Herausforderung, in kürzester Zeit Zehntausende Organisationen so zu „befüllen“, dass sie digital resilient sind. Eine Plattform ist eine praxisnahe Metapher dafür, wie wir über eine zentrale, leicht zugängliche Plattform Schutzmaßnahmen schnell und effektiv an alle relevanten Stellen verteilen können. Ziel ist es, mit minimalem Aufwand maximale Sicherheit zu erreichen.

A. Schnell skalierbare Sicherheit „Made in Europe“


Die große Frage ist, wie wir das erreichen. Viele schauen weiterhin in Richtung USA, um technische Lösungen zu importieren. Doch die Münchner Sicherheitskonferenz hat gezeigt, dass sich Europa selbstbewusster aufstellen und aus eigener Kraft handeln muss. Wir benötigen eine skalierbare, flexible und hochgradig kompatible Lösung aus Deutschland und Europa – eine Plattform, die Organisationen jedweder Größe, Struktur und Branche in kurzer Zeit robust und cyber-resilient macht.

Unsere Erfahrung bei DriveLock zeigt, dass dies durchaus möglich ist. Wir haben eine Plattform entwickelt, die Menschen, Geräte, Anwendungen und Daten ganzheitlich schützen kann – und zwar wahlweise in der Cloud oder auf dem Server der Kundenorganisation. Innerhalb weniger Stunden lässt sich so ein messbarer Sicherheitsgewinn erzielen. Skalierbarkeit und Einfachheit stehen dabei im Vordergrund: Um Zehntausende Organisationen in kürzester Zeit sicher zu machen, braucht es ein durchdachtes, integratives Konzept, das an verschiedene IT-Umgebungen und Anforderungen nahtlos andocken kann.

B. Mehr als Maschinen: das digitale Abbild unserer Organisationen


Die Zeiten, in denen sich Sicherheit auf Fabrikhallen und Büros beschränkte, sind endgültig vorbei. „Organisation“ bedeutet heute vielmehr ein digitales Konstrukt aus Menschen, Geräten, Anwendungen und Daten – also ein ständig vernetztes System, das potenziell von überall aus angegriffen werden kann.

Deshalb müssen wir bei jeder Form der Härtung genau dorthin schauen:

  1. Menschen: Sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausreichend geschult? Wie wird kontinuierlich sichergestellt, dass das Thema IT-Sicherheit präsent bleibt?
  2. Geräte: Wie sind die Endpoints geschützt? Hierzu zählen nicht nur Laptops und Tablets, sondern auch Produktionsmaschinen, die mehr und mehr zu computergesteuerten Systemen werden.
  3. Anwendungen: Welche Software ist im Einsatz, und wie stellen wir sicher, dass nur genehmigte Anwendungen verwendet werden? Wie verhindern wir, dass sich harmlose Programme plötzlich „daneben benehmen“?
  4. Daten: Wer darf eigentlich auf welche Informationen zugreifen? Wie stellen wir sicher, dass Daten verschlüsselt sind und an den richtigen Orten gespeichert werden?

Gerade diese vier Bereiche entscheiden heute darüber, ob eine Organisation in Krisensituationen handlungsfähig bleibt. Kluge Politik und weitsichtige Unternehmen müssen diese Fragen an oberste Stelle setzen.

C. Warum IT-Sicherheit Chefsache ist


Die große Hürde: Cybersicherheit gehört vielerorts noch nicht zum Alltagsgeschäft der Führungsetagen. In Behörden wie auch in Unternehmen beschränkt sich das Sicherheitsbewusstsein oft auf punktuelle, mitunter sehr technische Maßnahmen – die strategische Einordnung fehlt. Der Grund dafür liegt in der Komplexität: IT-Sicherheit wird häufig als hoch spezialisiertes Nischengebiet wahrgenommen.

Umso wichtiger ist es, dass führende Plattformen aus Europa – wie etwa die DriveLock Hypersecure Platform – Hürden abbauen und Sicherheit niederschwellig anbieten. Hier kommt die Politik ins Spiel, aber auch die Wirtschaft selbst:

Standardisierung und Regulierung sind essenzielle Hebel. Das EU-weite NIS2-Umsetzungsgesetz gehört dringend auf die Prioritätenliste, damit einheitliche Sicherheitsstandards durchgesetzt werden können.

Gemeinsame Initiativen sorgen dafür, dass europäische Lösungen gefördert und skaliert werden können. Deutschland-sicher-Netz setzt gerade dazu eine Kampagne auf, aber reicht das?

Gerade der Mittelstand sollte IT-Sicherheit als Investment verstehen, das die Zukunftsfähigkeit sichert – und nicht als lästige Pflichtübung.

Ein schlagkräftiges Instrument ist die Macht des Einkaufs. Der Staat kann in sicherheitskritischen Bereichen verpflichtend vorschreiben, nur europäische Lösungen zu beschaffen. Dadurch würden heimische Technologie- und Sicherheitsanbieter gestärkt, was nicht nur die Souveränität Europas, sondern auch die Innovationskraft des Kontinents fördert.

D. Macht der Politik: Standardisierung und Beschaffung


In Zeiten zunehmender geopolitischer Spannungen ist es mehr als ein Luxus, auf europäischen Lösungen zu bestehen – es ist eine strategische Notwendigkeit. Die Abhängigkeit von außereuropäischen Anbietern führt zu Unsicherheit bei der Datenhoheit und kann in Krisenzeiten schnell zur Achillesferse werden.

Standardisierung bedeutet Klarheit: Wenn Unternehmen und Behörden wissen, welche Kriterien eine Sicherheitslösung erfüllen muss, sparen wir uns langwierige Evaluierungsphasen. Gerade Deutschland hat mit dem BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) eine Institution, die hier Treiber sein kann. Die EU-weite Umsetzung von NIS2 steht ebenfalls für einheitliche Mindeststandards – doch diese müssen auch zeitnah und konsequent durchgesetzt werden.

Parallel dazu sollte der Staat bei der Beschaffung seiner eigenen IT-Lösungen konsequent auf Sicherheit setzen. Wer im öffentlichen Dienst und in kritischen Infrastrukturen höchste Standards einfordert, setzt Maßstäbe für die Privatwirtschaft und stützt einen eigenen europäischen Markt.

E. Eine Plattform für Europas Sicherheit


Wir brauchen letztlich eine „Plattform“ für digitale Resilienz – also eine Art leicht zugängliche Pipeline, über die deutsche und europäische Organisationen schnell und umfassend mit den notwendigen Sicherheitsmaßnahmen versorgt werden können. Aus Europa für Europa und darüber hinaus: So stärken wir nicht nur unsere eigenen Organisationen, sondern setzen auch internationale Standards, die unsere demokratischen Werte schützen und technologisch untermauern.

Eine solche Plattform sollte in kürzester Zeit verfügbar sein, sich in bestehende Systeme integrieren lassen und es Verantwortlichen ermöglichen, sofort belastbare Ergebnisse zu erzielen. Genau hier sehen wir bei DriveLock unsere Mission: Hypersecure soll keine leere Worthülse sein, sondern ein Versprechen, das wir in tagtäglicher Praxis einlösen – handhabbar, skalierbar, zuverlässig.

Fazit: Europa muss handeln – und zwar jetzt


Die Münchner Sicherheitskonferenz 2025 hat einmal mehr verdeutlicht, wie sehr sich die globale Sicherheitslage verändert. Von der Energie- und Wirtschaftspolitik bis hin zur Cybersicherheit: Wir stehen vor einer Epoche, in der das Zusammenspiel zwischen staatlichen Institutionen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft neu justiert werden muss.

Der Weg zu einem wehrhaften Europa – digital und analog – liegt darin, die eigenen Fähigkeiten zu stärken und das Potenzial europäischer Anbieter konsequent zu nutzen. Deutschland kann hier eine Vorreiterrolle spielen und gemeinsam mit den Partnern in der EU ein nachhaltiges Sicherheitsökosystem aufbauen, das Vorbild für andere Regionen sein kann.

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